
Rheine. Der Blick geht optimistisch nach vorne: „Wir haben zwar in der Krise einige Mitglieder verloren, jedoch auch neue hinzugewonnen“, stellte Jörg Niehoff, der alte und neue Vorsitzende des FDP Stadt- verbandes Rheine, in seinem Rechenschaftsbericht fest. Er hatte auf viele Aktivitäten und Initiativen verwiesen und dabei herausgestellt, dass die Liberalen in der Emsstadt eng zusammengeschweißt seien. Das zeige sich insbesondere auch jetzt wieder im Wahlkampf. FDP-Kandidat Sascha Nolden habe die Unterstützung aller Mitglieder. Alle legten sich für ihn kräftig ins Zeug, damit die Partei bei der Wahl am Sonntag wiederum ein gutes Ergebnis erzielen und in den Düsseldorfer Landtag einziehen könne. Überzeugt ist Niehoff, dass die FDP die Krise überwunden hat und auch beim Wähler wieder an Ansehen gewinnen können. „Nicht nur vor Ort leistet die FDP gute Arbeit für die Menschen“, strich der Vorsitzende unter dem Beifall der Anwesenden heraus.
Sascha Nolden ist seit dem Wochenende neben Alfred Holtel stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes. Marlies Holtel wurde als Schatzmeisterin der Partei für zwei weitere Jahre bestätigt. Neuer Schriftführer ist Dennis Afting-Bühmann. Detlef Brunsch, Bernd Lunkwitz und Dr. Rudolf Koch komplettieren als Beisitzer den Vorstand. Die Finanzen werden künftig von Hans Willems und Jürgen Kordts geprüft.
Rheine. „Sie haben alles richtig gemacht! Sie haben sich für die Hochschule der Mathias-Stiftung eine Nische gesucht und gefunden.“ Dr. Wolfgang Gerhardt, MdB gratulierte beim Besuch in Rheine den Verantwortlichen für die Entscheidung, nicht nur in Eigenregie Angebote zur Fort- und Weiterbildung zu machen, sondern auch mit anderen Institutionen zu kooperieren.
„Ihre Nische macht es möglich, dass die Studierenden nach dem Abschluss gleich einen festen Arbeitsplatz finden. Da sind junge Menschen auch gerne bereit, an einer privaten Hochschule Studiengebühren zu zahlen“, bemerkte der Gast. Dr. Gerhardt hörte ganz genau zu, als Werner Otte aus der Geschäftsleitung der Mathias-Stiftung und Winfried Beilmann als Vizepräsident der Hochschule über die Stiftung und deren breites Angebot informierten. Hintergrund: In Hessen ist der FDP-Politiker bei der Privatisierung einer Uniklinik und deren Zusammenlegen mit einem anderen Hospital als Mediator eingeschaltet. „Für diese Aufgabe kann ich von hier wichtige Impulse mitnehmen“, so der Vorsitzende der Friedrich Naumann-Stiftung für die Freiheit, als er gehört hatte, wie breit die Stiftung in Rheine und im Umland aufgestellt ist. „Die Uniklinik in Münster ist nur etwas größer als wir“, hatte Beilmann nicht ohne Stolz berichtet.
Nach Rheine eingeladen hatte FDP-Landtagskandidat Sascha Nolden den früheren hessischen Kulturminister, der über die Naumann-Stiftung auch mit Bildung und Ausbildung zu tun hat. Prof. Elke Donat, die selbst schon für die FDP-nahe Stiftung gearbeitet hat, wies darauf hin, dass die Hochschule neue Karrierewege eröffne - für Berufseinsteiger über die Akademisierung, aber auch bei der Weiterqualifikation von Fachkräften. Lebenslanges Lernen werde immer wichtiger, hatte zuvor bereits Dr. Brigitte Osterbrink, die Leiterin der Mathias-Hochschule, erklärt.
„Qualifizierte Mitarbeiter sind heute wichtiger denn je“, so Werner Otte. Der verwies darauf, dass die Chancen für die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt sehr gut seien. Auf Nachfrage von Dr. Gerhardt berichtete Otte, dass die Mathias-Stiftung natürlich ihren Fachkräftebedarf auch an der eigenen Hochschule decke.
Einig waren sich Gäste und Gastgeber, dass Deutschland immer mehr „in eine kritische Ärztesituation kommt“. Hier sei auch die Politik gefragt, entsprechend gegenzusteuern und nicht nur Einser-Abiturienten zuzulassen, lautete eine Forderung. Aber auch die Arbeitsbedingungen müssten stimmen, hieß es im Schulterschluss, um ein dauerhaftes Abwandern deutscher Mediziner ins Ausland zu verhindern. Eine Einschränkung machte Dr. Gerhardt: Die Unikliniken könnten nur entsprechend ihrer Kapazitäten ausbilden.
Rheine. „Gibt es das alles auch für Privathaushalte?“ FDP-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Welp stellte die Frage, die alle Besucher der DEOS-Firmengruppe bewegte. Firmeninhaber Stefan Plüth hatte gerade über Möglichkeiten zur Energieeinsparungen von in der Spitze 70 bis 80 Prozent berichtet und dabei insbesondere auch Klaus Breil, den energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion sowie deren mittelstandspolitische Sprecherin Claudia Bögel tief beeindruckt. Und das galt auch für Rheines FDP-Fraktionschef Alfred Holtel und seinen Kollegen Detlef Brunsch.
Auf Vermittlung des FDP-Landtagskandidaten Sascha Nolden hatten sie sich zum Besuch bei DEOS getroffen, um sich über attraktive Möglichkeiten zur Energieeinsparung informieren zu lassen. Der Privatkunde muss allerdings noch warten. „Wir arbeiten daran, auch hier in absehbarer Zeit Angebote zu machen. Aber bei Gebäuden ab 2000 Quadratmetern übernehmen wir gern die Aufgabe, sofort beim Energiesparen zu helfen“, informierte Plüth die Gäste.
Klimaschutz und Energieeinsparen sei möglich. Während über die Fassadendämmung nur Einsparwerte von 10 Prozent erreicht werden könnten, sei das von DEOS entwickelte Verfahren nachweislich in der Lage, unmittelbar nach beim Einbau bis zu 80 Prozent der bisher benötigten Energie für Strom und Heizung einzusparen. 30 Prozent seien stets sofort zu erreichen. „Das sind keine Versprechungen. Wir können das nachweisen“, machte Plüth klar. Er verwies auf verschiedene Firmen, die sich für das in seinem Unternehmen entwickelte System entschieden hätten. Allerdings gebe es noch einen Wettbewerbsnachteil: Während die Fassadensanierung etwa vom Staat bezuschusst werde, sei das bei seinem Einsparungsverfahren nicht der Fall. Das müsse geändert werden.
Diesen Ball nahmen Claudia Bögel und Klaus Breil gleich auf. Sie sagten zu, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass bei der Energiewende auch seine digitalen Energie-Optimierungssysteme mit in den Förderkatalog aufgenommen werden. „Mit Ihrem Verfahren eröffnet sich ein großes Einsparpotenzial. Und mit Energie wollen wir ja sparsamer als bisher umgehen“, machten die beiden FDP-Wirtschaftspolitiker deutlich. Plüth hatte darauf verwiesen, dass sein System bereits in vielen Ländern der Welt erfolgreich eingesetzt wird. In Ibbenbüren habe sich der Rat für die Umrüstung eines großen Teils seines Gebäudebestandes auf das DEOS-Raumlüftungssystem entschieden. Dort rechne man bereits jetzt mit einer Halbierung der Stromkosten und einer Einsparung von bis zu 40 Prozent bei den Heizkosten.
„Lüftungsanlagen, wie wir sie nutzen, sind optimal!“, erklärte Stefan Plüth und wies darauf hin, dass stets und dauerhaft ein optimales Klima herrsche. Nicht nur für Schulen sei das ein Idealfall, weil dadurch der ständige Streit um das Lüften entfalle, stets und ständig ein sehr gutes Raum- und damit auch Lernklima herrsche. Begeistert zeigten sich die Besucher allesamt. Die FDP-Politiker aus Rheine bedauerten, dass bei der Sanierung des Rathauses das ortsansässige Unternehmen nicht zum Zuge gekommen ist.
07.05.2012