In der gestrigen Fraktionssitzung sprach sich die FDP für einen Neubau der Elsa Brandström Schule am Standort Salzbergener Straße aus. „Aus unserer Sicht gibt es eine Vielzahl von Gründen“, sagte Fraktionsvorsitzender Detlef Brunsch. Die wesentlichen sind:

  • Fehlende zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten am Standort Schüttemeyerstraße
  • Auswirkungen auf den Unterricht in der mindestens zweijährigen Umbauzeit
  • Verkehrssituation am derzeitigen Standort
  • Bestehende Gebäude entsprechen auch nach Umbau nicht dem bestmöglichen technischen Stand

Bereits die derzeitige Raumsituation ist schwierig. In welchen Umfang der Unterricht parallel zu den Abbrucharbeiten leiden wird, ist nicht klar. „Wir befürchten immense Beeinträchtigungen“ führt Brunsch aus. Bereits die einjährigen Bauarbeiten in der Nelson-Mandela-Schule haben den Unterricht stark beeinträchtigt und der permanente Baustellenverkehr stellte ein latentes Risiko dar. Im Fall eines Umbaus der Elsa-Brandström-Schule muss man von zwei Jahren Bauzeit ausgehen. Verzögerungen noch nicht eingerechnet.

Aus perspektivischer Sicht kommen weitere Nachteile hinzu. Das derzeitige Gelände bietet spätestens mit dem Ausbau auf 6 Züge keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten. Bereits die derzeitige Planung geht davon aus, dass die Sporthallenkapazitäten nicht mehr auf dem Gelände zur Verfügung gestellt werden können. Dagegen bietet das Gelände „Emslandstadium“ noch Reserven für mögliche zukünftige Anforderungen.

Die aktuelle Verkehrssituation zu Unterrichtsbeginn ist ebenfalls schwierig. Noch mehr Busse, Fahrrad- und PKW Verkehr ist zu erwarten. Auch hier scheint die Standort Emslandstadion die bessere Perspektive zu bieten. Zu guter Letzt bleibt aus Sicht der FDP Ratsfraktion, dass die Sanierung eines Gebäudes immer zusätzliche Risiken schafft. Dies gilt sowohl finanziell, aber auch für den Terminplan. „Und dennoch haben wir danach ja kein neues Gebäude, das energetisch und auch sonst den neusten technischen Möglichkeiten und Anforderungen entspricht“, so Brunsch weiter.